Doku-des-Alltags: Strecken und Bahnhöfe
1.) Bahnhof Aumühle mit dem in Brückenlage über den Gleisen befindlichen Bahnhofsgebäude.
2.) Der Bahnhof Aumühle (km 261,34) verfügt über einen Fernbahnsteig (links, bereits seit 1969 ungenutzt) und einen S-Bahnsteig (rechts). Im Zuge des späteren Streckenausbaus und der Elektrifizierung erhielt der Abschnitt Wohltorf – Aumühle ein drittes Streckengleis für die S-Bahn. 1989 gab es nur zwei Streckengleise. In Richtung Bergedorf haben nur die beiden S-Bahngleise Ausfahrsignale. Gleis 3 hatte in Richtung Hamburg nur das Einfahrtsignal aus Richtung Büchen und an der Bahnhofsausfahrt ein Sperrsignal.
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3.) Auf der Ostseite der Brücke das aufgestelzte Empfangsgebäude mit den Abgängen zu den Bahnsteigen. 1989 wurde es gerade renoviert.
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4.) In Aumühle besteht Anschluß nach Büchen von Gleis 3a. Bis 1988 waren das 2-Wagen-Wendezüge mit einer 212. Anfang 1988 bekam das Bw Kiel fabrikneue 628.2 zugewiesen, die von nun an den Pendelverkehr über Friedrichsruh, Schwarzenbek, Müssen ins 22 km entfernte Büchen übernahmen.
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5.) Das eigentlich durchgehende Gleis 3 ist mit Prellböcken in die Gleise 3a und 3b aufgeteilt. Gleis 3b verfügt über eine Stromschiene für die S-Bahn. Der Fernbahnsteig und dessen Zugang befinden sich seit 1969 im Dornröschenschlaf.
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6.) Auf dem Fernbahnsteig befindet sich auf Höhe des km 261,4 das 1911 errichtete Stellwerk Af, ausgerüstet mit einem mechanischen Einheitsstellwerk. Es war bis 1995 in Betrieb. Auch hier ist die Signalsituation gut zu sehen: Gleis 2 nur mit Sperrsignal, Gleise 3 und 4 mit Ausfahrtsignal. Ganz im Hintergrund (links vom Sperrsignal) ist schemenhaft das nächste Blocksignal (oder Esig von Wohltorf?) zu erkennen.
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7.) Eine 218 poltert mit einem Güterzug Richtung Büchen. Im Hintergrund die Abstellgruppe und das ehemalige Bw und heutiges Museum.
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8.) Aumühle im Jahr 2003. Ein direkter Vergleich zu Bild 7.
9.) Gleis 3 ist auch heute noch in zwei Teile geteilt. Die modernen Prellböcke können jedoch auf die Seite geklappt werden.
10.) Die ganze Bahnhofsanlage ist tiptop in Schuss, auch das Bahnhofsgebäude wurde renoviert und modernisiert. Die Brücke ist ein Neubau.
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11.) Blick Richtung Hamburg (vgl Bild 2). Die Fernbahn ist bahnsteiglos, die S-Bahn fährt auf der eigenen Trasse eingleisig bis Wohltorf.
Links zu drei interessanten Beiträge zur Thematik auf drehscheibe-online, die sich ausführlich mit dem Betrieb beschäftigen:
Dampfwendezüge in den 1960er Jahren von Helmut Dahlhaus
Betrieb und Gleisbauarbeiten, 1985 von T. Rathjen
Dieselbetrieb rund um Friedrichsruh, 1981 von axel